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09.06.2026

Kunst am Bau: Fortschreibung der Anweisung Bau

Die Anweisung Bau des Landes Berlin ist die Richtlinie für die Durchführung öffentlicher Baumaßnahmen. In der Anweisung Bau (A Bau) ist auch die Durchführung von Kunst am Bau verankert, im Abschnitt II-130. Damit ist sichergestellt, dass Kunst am Bau bei allen öffentlichen Baumaßnahmen als integraler Bestandteil öffentlicher Baukultur durchgeführt wird. In der A Bau sind die Prozentsätze vorgegeben, nach denen die Mittel für Kunst am Bau berechnet werden. Sie reichen von 2 Prozent bei Baumaßnahmen unter 1 Millionen Euro Investitionsbetrag bis zu 1 Prozent bei Baumaßnahmen über 1 Million Euro Investitionsbetrag. 

Siehe: https://senstadtfms.stadt-berlin.de/intelliform/forms/eabau_2026/berlin/II_130/index

Die Fortschreibung der A Bau erfolgt alle zehn Jahre und war für 2023 vorgesehen. Nun ist sie Anfang Juni 2026 in Kraft getreten. Einen Beteiligungsprozess und einen Austausch zwischen den Künstlerverbänden und der federführenden Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen gab es nicht. Anfragen und Initiativen der Verbände wurden von der Verwaltung abgelehnt.

In der A Bau im Abschnitt für Kunst am Bau ist auch der Beratungsausschuss Kunst verankert, der die Maßnahmen für Kunst am Bau vorbereitet und Empfehlungen zu Aufgabenstellung, Arbeitsbereichen, Wettbewerbsteilnehmende und Preisrichter*innen spricht.

Der letzte Beratungsausschuss Kunst (BAK) hatte Vorschläge für die Fortschreibung der Anweisung Bau formuliert. Sie wurden jedoch nur begrenzt berücksichtigt. So wurden die Mindestbeträge für Kunst am Bau von 3.750 auf 5.000 Euro, bzw. von 10.000 auf 20.000 Euro erhöht. Der Vorschlag zur Anhebung des Höchstbetrages von 500.000 Euro auf 1.000.000 Euro blieb leider unberücksichtigt. Dieser „Deckel“ bedeutet, dass selbst bei großen Baumaßnahmen nie mehr als 500.000 Euro für Kunst am Bau verausgabt werden dürfen (darin enthalten sind auch die Wettbewerbskosten). Der „Deckel“ von 500.000 Euro besteht damit mittlerweile seit 25 Jahren. In diesem Zeitraum haben sich die Materialpreise vervielfacht, sind die Brotpreise rapide gestiegen, alles ist wesentlich teurer geworden. Nur die Kunst am Bau soll gleich viel kosten – ein erstaunliches wirtschaftliches Phänomen! Das geht natürlich nur auf Kosten der Künstler*innen, die den Gürtel noch enger schnallen müssen, als er es eh schon ist. Entsprechend wurde in der neuen A Bau der Mindestanteil des Künstlerhonorars von 20 Prozent auf nur noch 15 Prozent gesenkt. Das verstärkt die Selbstausbeutung der künstlerischen Leistungen.

Auch strukturell hat die Fortschreibung der Anweisung Bau keinen Fortschritt gebracht: Im Beratungsausschuss Kunst sind die Künstlerinnen weiterhin in der Minderheit mit nur vier von neun Stimmen. Das unterscheidet die A Bau von Künstlerinnen-Kommissionen in München und Düsseldorf, wo die Künstler*innen über die Stimmenmehrheit verfügen.  

In der Summe bedeutet die Fortschreibung der A Bau für Kunst am Bau viel Stillstand und fast keinen Fortschritt – und das ist zu wenig!

Büro für Kunst im öffentlichen Raum

18.04.2026

rbbKultur - Das Magazin vom 18.04.2026

Kunst im öffentlichen Raum ist kein Extra, sondern Teil des städtischen Lebens. Der rbbKultur-Beitrag zeigt: Kürzungen treffen Orte, an denen Kunst für alle zugänglich ist. Sie fördern Begegnung, stärken Nachbarschaften und eröffnen neue Perspektiven. Verschwinden diese Räume, verliert Kunst gesellschaftliche Wirkung. Dabei geht es nicht nur um einzelne Projekte, sondern um die Frage: Wie wollen wir unsere Stadt gemeinsam gestalten?

Den vollständigen Beitrag findet ihr hier: rbb

Der letzte Vorsitzende

Kulturpolitik

Der letzte Vorsitzende

Stefan Krüskemper

04.04.2026

In der taz vom 02.04.2026

Berlin spart an der Kunst im öffentlichen Raum – und damit auch an der Debatte.

Am Ernst-Reuter-Platz zeigt sich, was fehlt: Orte, die irritieren, Fragen stellen, Gespräche auslösen. Weniger Budget bedeutet nicht nur weniger Projekte, sondern weniger Möglichkeiten, Stadt gemeinsam zu verhandeln. Kunst verschwindet aus dem Alltag – und zieht sich zurück in geschlossene Räume.

 Was geht verloren, wenn der Stadtraum keine Bühne mehr ist?

Mehr dazu im Artikel im Artikel der taz

Ein Denkmal gemeinsam denken

Kunst und Gedenken

Ein Denkmal gemeinsam denken

Seçil Yersel & Nadin Reschke, Künstlerinnen

18.03.2026

KiöR-Anhörung im Abgeordnetenhaus: Kunst im öffentlichen Raum trotzt den Kürzungen

Das Büro für Kunst im öffentlichen Raum nahm am Montag, 16.03. an der Anhörung zur Bedeutung von Kunst am Bau und Kunst im Stadtraum im Abgeordnetenhaus mit einer Stellungnahme teil. Katinka Theis und Martin Schönfeld präsentierten die Arbeit des Büros und unterstrichen die Relevanz für die Künstler*innen und die Stadtgesellschaft. Für mehr Informationen

Kunst – Das Andere der Politik?

Kunsttheorie

Kunst – Das Andere der Politik?

Elfriede Müller,
von 1994-2024 Beauftragte für Kunst im öffentlichen Raum

Kooperative Kunststrategien und Beteiligungspotentiale im öffentlichen Raum

Kunst im Stadtraum

Kooperative Kunststrategien und Beteiligungspotentiale im öffentlichen Raum

Hildegard Kurt
Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Künstlerin

Bronze die atmet

Kunst und Gedenken

Bronze die atmet

Jeanne Nzakizabandi (Programmreferentin Berlin Global Village)
und Armin Massing (Geschäftsführer Berlin Global Village)

radio connection

Kunst im Stadtraum

radio connection

Interview mit der Künstlerin Susanne Bayer, der Initiatorin der Projektes

Freiheit – und politische Unterstützung

Kulturpolitik

Freiheit – und politische Unterstützung

Gotthard Krupp und Britta Schubert
ver.di Arbeitsgruppe Kunst und Kultur – Berlin/Brandenburg

Kunst am Bau in Reinickendorf

Wettbewerbe

Kunst am Bau in Reinickendorf

Sabine Ziegenrücker
Fachbereichsleitung Kunst und Geschichte Reinickendorf

Elfriede Müller  (1957-2026) – Nachruf

News

Elfriede Müller (1957-2026) – Nachruf

Büro für Kunst im öffentlichen Raum

Ways of Becoming

Internationales

Ways of Becoming

Susanne Bosch
Bildende Künstlerin

Dena’ina Ełnena

Internationales

Dena’ina Ełnena

Melissa Shaginoff im Gespräch mit Hauke Zießler

Das Mosaik als Symbol gemeinsamen Handelns

Internationales

Das Mosaik als Symbol gemeinsamen Handelns

Hauke Zießler

Art to the People – Was Kunst im Stadtraum bringt!

Kulturpolitik

Art to the People – Was Kunst im Stadtraum bringt!

Büro für Kunst im öffentlichen Raum

Friedensstatue Trostfrauen in Berlin-Moabit

Kunst im Stadtraum

Ari wartet was geschieht - Die Friedensstatue im 5. Jahr

Britta Schubert

Petrified Survivors vs. Friedensstatue Ari  PR im öffentlichen Raum

Kunst im Stadtraum

Petrified Survivors vs. Friedensstatue Ari PR im öffentlichen Raum

Sven Kalden

Temporalität und Demokratie

Kunst im Stadtraum

Temporalität und Demokratie

Britta Schubert

KIÖR

Das Büro für Kunst im öffentlichen Raum initiiert und begleitet seit 1977 transparente Wettbewerbe für Kunst im öffentlichen Raum und Kunst am Bau. Es berät Künstler*innen, Verwaltung, Bauherr*innen und Architekt*innen.

Team

Das Team deckt eine Vielzahl an Zuständigkeiten ab. Bei spezifischen Fragen stehen wir gerne für Sie zur Verfügung.

Stefan Krüskemper
Stefan Krüskemper Zuständigkeiten: Bezirke Charlottenburg-Wilmersdorf und Lichtenberg
Martin Schönfeld
Martin Schönfeld

Zuständigkeiten: Beratungsausschuss Kunst;
Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg, Marzahn-Hellersdorf, Steglitz-Zehlendorf, Treptow-Köpenick

Britta Schubert
Britta Schubert

Zuständigkeiten: Bezirke Mitte, Neukölln, Tempelhof-Schöneberg
Textredaktion kunststadt/stadtkunst

Katinka Theis
Katinka Theis

Zuständigkeiten: Beratungsausschuss Kunst;
Bezirk Pankow; Bildredaktion kunststadt/stadtkust; Redaktion social media

Liesa Andres
Liesa Andres

Zuständigkeiten: Bezirk Pankow; Bezirk Lichtenberg; Bildredaktion kunststadt/stadtkunst; Redaktion social media

Aufgaben

  • Vertretung der Interessen von Künstler*innen.

  • Förderung demokratischer Wettbewerbe und transparenter Verfahren.

  • Beratung der Verwaltung bei der Umsetzung von Kunst am Bau und im Stadtraum.

  • Partnerschaft mit Bezirken und Senatsverwaltungen.

  • Fachliche und organisatorische Begleitung von Wettbewerben.

  • Qualifizierung von Auslober*innen, Wettbewerbssteuerung und Vorprüfer*innen

  • Unterstützung von Künstler*innen bei Projekten im Bereich Kunst am Bau und Kunst im Stadtraum.

  • Pflege einer Künstler*innen-Datenbank mit rund 750 Einträgen.

  • Betreuung der Fachkommission für Kunst im öffentlichen Raum des bbk berlin.

  • Herausgabe des Fachmagazins kunststadt/stadtkunst.

Fachkommission

Die Fachkommission für Kunst im öffentlichen Raum unterbreitet bei eingeladenen Wettbewerben Vorschläge für Teilnehmer*innen. Darüber hinaus sind ihre Mitglieder in den Beiräten für Kunst im öffentlichen Raum der Berliner Bezirke sowie im Beratungsausschuss Kunst des Landes Berlin vertreten.

Kontakt

Büro für Kunst im öffentlichen Raum im Kulturwerk des bbk berlin GmbH
Köthener Straße 44, 10963 Berlin

Allgemeine Anfragen an das Büro:

tel 030 230899-30
info@kioer.kulturwerk-bbk.berlin

Redaktion kunststadt stadtkunst
redaktion@kioer.kulturwerk-bbk.berlin

Martin Schönfeld:
info@kioer.kulturwerk-bbk.berlin

Britta Schubert:
britta.schubert@kioer.kulturwerk-bbk.berlin

Stefan Krüskemper:
Stefan.Krueskemper@kioer.kulturwerk-bbk.berlin

Liesa Andres
liesa.andres@kioer.kulturwerk-bbk.berlin