Erinnerungszeichen Translateur
Preisträger*in
Eckdaten
Wettbewerbsart
Nicht offener einphasiger anonymer Kunstwettbewerb
Teilnehmende
Klaas Hübner, O.T.
Edith Kollath, lingering
Chelsea Leventhal, "Ewiger Anklang" (Nachrücker*in)
Fachpreisrichter*innen
Kerstin Ergenzinger
Timo Kahlen
Zorka Wollny
Sachpreisrichter*innen
Tobias Dollase (Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Weiterbildung und Kultur, Tempelhof-Schöneberg von Berlin)
Barbara Esch Marowski (Leiterin der kommunalen Galerien Tempelhof-Schöneberg von Berlin, HAUS am KLEISTPARK)
Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter
Wettbewerbskoordination
Preisgelder
Realisierungssumme:
45.000 €
Verfahrenskosten:
18.000 €
Aufwandsentschädigung:
1.500 €
Zum Wettbewerb
Siegfried Translateur (1875–1944) war ein deutscher Komponist und Kapellmeister. Bekannt wurde er mit dem Walzer „Wiener Praterleben“, der durch das Berliner Sechstagerennen als „Sportpalastwalzer“ populär wurde. Aufgrund der Nürnberger Gesetze wurde er als „jüdischer Mischling“ diskriminiert, aus der Reichsmusikkammer ausgeschlossen und musste seinen Verlag liquidieren. 1943 wurde er nach Theresienstadt deportiert und dort ermordet. Zur Erinnerung an ihn wurde ein Kunstwettbewerb für ein Klang Denkzeichen in Berlin ausgelobt.
Im März 2024 wurde einer der prämierten Entwürfe umgesetzt. Die Arbeit „Ewiger Anklang“ von Chelsea Leventhal zeichnet auf dem ehemaligen Vorplatz des Berliner Sportpalastes Grafiken auf Betonplatten, die die Schrittfolge des Wiener Walzers darstellen. Passant*innen sind eingeladen, sich auf die verschiedenen Ebenen des Denkzeichens einzulassen. Über einen QR-Code können Audiokompositionen abgerufen werden. Diese erinnern an die Musik und das Leben Siegfried Translateurs unter der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik. Zu der Arbeit gehört auch eine Website: www.ewiger-anklang.de
Teilnehmende
Renate Herter, "Was bleibt"
Klaas Hübner, O.T.
Edith Kollath, lingering