FU Berlin Forschungsneubau Suprafab

Realisierte Arbeit "Supra Swing" von Katja Marie Voigt © Robert Lehmann
Realisierte Arbeit "Supra Swing" von Katja Marie Voigt © Robert Lehmann

Eckdaten

Jahr
2019
Auslober
Land Berlin

Wettbewerbsart

Nicht offener einphasiger anonymer Kunstwettbewerb

Teilnehmende

Katja Marie Voigt, Supra Swing (1. Rang, Realisierungsempfehlung)
Christine Biehler
Daniela Friebel, Come up Roses
Monika Grzymala, Membrana
Manaf Halbouni
Carla Mercedes Hihn
Veronike Hinsberg, Modell/Model
Anne Duk Hee Jordan, Nocropmarks / I travelled a billion years to be with you and you shot me back
Heike Klussmann, Irrblock
Alicja Kwade, Absorption
Dagmar Schmidt, Permea Munkulus
Patricia Westerholz, Lucid_Moments

Fachpreisrichter*innen

Stefka Ammon
Liz Bachhuber (Vorsitz)
Andrea Böning
Rudolf Herz
Georg Winter

Sachpreisrichter*innen

Birgitt von dem Knesebeck (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen)
Andreas Kotlan (Hager Partner Landschaftsarchitekten)
Rainer Haag (Institut für Chemie und Biochemie FU Berlin)
Benjamin Rämmler (Nickl & Partner Architekten)

Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter

Daniela Comani

Wettbewerbskoordination

Robert Patz
Dorothea Strube

Preisgelder

Realisierungssumme:
150.000 €

Verfahrenskosten:
70.000 €

Aufwandsentschädigung:
1.500 €

Zum Wettbewerb

In Berlin-Dahlem entsteht das Forschungszentrum SupraFAB an der Freien Universität Berlin, das interdisziplinäre Forschung in den Bereichen Zellforschung, supramolekulare Chemie sowie Bio- und Nanophysik fördert. Rund 110 Wissenschaftlerinnen werden die Funktionen neuronaler Kommunikation und die Interaktionen zwischen Krankheitserregern und Zelloberflächen untersuchen. Dabei wird insbesondere die Forschung zu Membranproteinen in Modell- und biologischen Systemen vorangetrieben. Es werden schwingungsarme Messräume mit optimierten klimatischen Bedingungen und Großgeräten wie einem Kryo-Transmissions-Elektronenmikroskop eingerichtet, um molekulare Strukturen zu analysieren. Im Rahmen des Kunst am Bau-Wettbewerbs wurden zwölf Künstlerinnen eingeladen, wovon neun Entwürfe für die Jurybewertung zugelassen wurden.

Teilnehmende

Katja Marie Voigt, Supra Swing

1. Rang, Realisierungsempfehlung
Katja Marie Voigts Entwurf integriert drei gekoppelte Schaukeln, die physikalische Prinzipien wie die Energieübertragung spielerisch darstellen und gleichzeitig ein interaktives Erlebnis bieten.

Christine Biehler

Daniela Friebel, Come up Roses

Daniela Friebel gestaltet den Eingangsbereich mit einem transluzenten Farbmosaik, das an spezifische Nachweisverfahren in der Forschung erinnert, sowie einer grafischen Collage auf der inneren Glasfläche.

Monika Grzymala, Membrana

Monika Grzymala entwirft Fahnen mit spektralen Motiven, die an spektroskopische Verfahren erinnern, und kombiniert diese mit einer Flagge im Atrium.

Manaf Halbouni

Carla Mercedes Hihn

Veronike Hinsberg, Modell/Model

Veronike Hinsberg zeigt verschiedene Stadien der Abformtechnik an Baumstamm-Modellen in einem begehbaren Bereich.

Anne Duk Hee Jordan, Nocropmarks / I travelled a billion years to be with you and you shot me back

Der Entwurf besteht aus einem Katapult und einem Findling, die sich symbolisch auf physikalische Prozesse und das Hinterfragen von Perspektiven in der Forschung beziehen.

Heike Klussmann, Irrblock

Heike Klussmann entwirft zwei Objekte – eine Glaskugel und einen Findling – auf Betonsockeln, die das Verhältnis zwischen Sehen und Wissen sowie zwischen Mikro- und Makrokosmos symbolisieren.

Alicja Kwade, Absorption

Alicja Kwade gestaltet drei identische Kugeln aus unterschiedlichen Materialien und positioniert sie im Außenbereich. Diese Kugeln verschmelzen mit ihren Spiegelbildern und symbolisieren die Transformation von physischem Objekt zu Abbild, was auf die Forschung an Grenzflächen verweist.

Dagmar Schmidt, Permea Munkulus

Der Entwurf von Dagmar Schmidt basiert auf der Darstellung von Proteinkomplexen in Zellmembranen und deren Durchlässigkeit. Ein überdimensionales, reusenförmiges Stahlrohrobjekt schwebt im Atrium des Gebäudes und symbolisiert die Membranstrukturen.

Patricia Westerholz, Lucid_Moments

Der Entwurf verwendet transluzentes, dichroitisches Glas in einem Rhombenmuster, das die Reflexionen von Licht simuliert und an Nanotechnologie erinnert.