Sanierung Fanny-Hensel-Musikschule Wedding

Die Realisierte Arbeit von Esther Ernst "Zeichnung für drei Pausen". © Copyright: Esther Ernst
Die Realisierte Arbeit von Esther Ernst "Zeichnung für drei Pausen". © Copyright: Esther Ernst

Eckdaten

Jahr
2019
Auslober
Mitte

Wettbewerbsart

Nicht offener einphasiger anonymer Kunstwettbewerb

Teilnehmende

Esther Ernst, Zeichnung für drei Pausen, eingelegt (1. Rang, Realisierungsempfehlung)
Anne Duk Hee Jordan, o.T.
Hester Oerlemans, Mit den Ohren zeichnen
Miguel Rothschild, Fanny Hensels musikalischer Fahrradständer

Fachpreisrichter*innen

Kathrin Glanz
Majla Zeneli
Folke Hanfeld

Sachpreisrichter*innen

Sabine Weißler (Bezirksstadträtin für Kultur und Weiterbildung)
Katharina Kaschny (Leiterin des Fachbereichs Musikschule)

Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter

Martin Kaltwasser
Jenny Brockmann (Ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichterin)

Wettbewerbskoordination

Helga Franz (Vorprüfung)

Preisgelder

Realisierungssumme:
19.000 €

Aufwandsentschädigung:
1.000 €

Zum Wettbewerb

Die Musikschule Fanny Hensel ist eine staatliche Bildungs- und Kultureinrichtung in Berlin-Mitte. Sie entstand 2001 durch die Zusammenlegung der drei bezirklichen Musikschulen der ehemaligen Stadtbezirke Wedding, Tiergarten und Mitte in einem Gebäude, das 1910-1911 von Stadtbaurat Ludwig Hoffmann errichtet wurde und in die Denkmalliste Berlin eingetragen ist. Aufgrund des wachsenden Interesses am Angebot der Musikschule Fanny Hensel steigt die Zahl der Schüler*innen stetig, wodurch der Bedarf an zusätzlichen Räumen immer größer wird. Durch die Neustrukturierung des Grundrisses im Bestandsgebäude, einem dreigeschossigen unterkellerten Bau aus massiven Vollziegeln, sowie durch den Neubau eine Erweiterungsgebäudes in der Zweigstelle Wedding in der Ruheplatzstraße soll der zunehmenden Nachfrage entgegengekommen werden. Im Zusammenhang mit der Baumaßnahme lobte das Bezirksamt Mitte von Berlin einen nicht-offenen, einphasigen Kunstwettbewerb aus. 

Teilnehmende

Esther Ernst, Zeichnung für drei Pausen, eingelegt

1. Rang, Realisierungsempfehlung

Der Entwurf „Zeichnung für drei Pausen, eingelegt“ sieht vor, dass im Flur des Neubaus eine ortsspezifische Bodenintarsie einen Bogen zwischen Kunst, Spiel und Pause spannt. Die Intarsie ist aus verschiedenfarbigem Linoleum gefertigt, dem Material, mit dem auch die anderen Flurböden bedeckt sind. Formal handelt es sich um eine Zeichnung, die an ein Notationssystem erinnert, wie es bei zeitgenössischer Musik verwendet wird.

Anne Duk Hee Jordan, o.T.

Der Entwurf schlägt ein im Treppenhaus von der Decke hängendes Prisma aus Glas vor, das an einen geschliffenen Diamanten erinnern soll. Den Bezug zu Fanny Hensel stellte die Künstlerin her, indem sie darauf verwies, dass die Komponistin Fanny Hensel im übertragenen Sinne wie ein ungeschliffener Diamant sei, da ihre 450 Werke zum großen Teil nie rezipiert wurden.

Hester Oerlemans, Mit den Ohren zeichnen

Der Entwurf „Mit den Ohren zeichnen“ besteht aus 12 mehrteiligen Keramikpaneelen und ist angelehnt an Fanny Hensels Klavier-Zyklus „Das Jahr“ und dessen Visualisierung durch ihren Mann, den Hofmaler Wilhelm Hensel. Es handelt sich um eine zeitgenössische Interpretation dieser Zeichnungen, die, übertragen auf Keramikpaneelen, über den Bau verteilt werden und ein offenes, malerisches Statement ergeben sollen, das Farbe in die Musikschule bringt.

Miguel Rothschild, Fanny Hensels musikalischer Fahrradständer

Der Entwurf „Fanny Hensels musikalischer Fahrradständer“ besteht aus einer Metallskulptur für den Außenraum in Form einer überdimensionalen Notenzeile, die als Fahrradständer genutzt werden soll. Sie ist zwei Meter hoch und maximal 15 Meter lang.