Freizeitforum

Eckdaten

Jahr
2018
Auslober
Marzahn-Hellersdorf

Wettbewerbsart

Nicht offener einphasiger anonymer Kunstwettbewerb mit vorgeschaltetem offenem Bewerbungsverfahren

Teilnehmende

Ricarda Mieth, SKRIPT (Realisierungsempfehlung)
Andrea Böning, skyline
Rolf Giegold, Standortbestimmung
Monika Goetz, Typ Krone
Sebastian Gräfe, Tanz das Freizeitforum
Ulrich Vogl, Tänzer von Marzahn

Fachpreisrichter*innen

Christiane Dellbrügge (Vorsitz)
Josefine Günschel
Seraphina Lenz
Candy Lenk

Sachpreisrichter*innen

Gordon Lemm (Bezirksstadtrat für Schule, Sport, Jugend und Familie)
Wolf Rüdiger Eisentraut (Architekt)
Miroslaw Filzek (Freizeitforum Marzahn)

Wettbewerbskoordination

Mareike Lemme

Preisgelder

Realisierungssumme:
31.600 €

Verfahrenskosten:
6.400 €

Aufwandsentschädigung:
700 €

Zum Wettbewerb

Im Rahmen der umfassenden Sanierung des Freizeitforums Marzahn, das seit 1990 als zentrales kulturelles, sportliches und soziales Zentrum des Bezirks dient, soll ein öffentlich nutzbarer Dachgarten entstehen. Für die Maßnahme sind Mittel für Kunst am Bau vorgesehen, um ein Werk zu schaffen, das die gesellschaftliche, kulturelle und politische Bedeutung des Hauses reflektiert. Das Kunstwerk soll zugleich Fragen nach Freizeit, Gemeinschaft und gesellschaftlichem Wandel in der Gegenwart thematisieren.

Teilnehmende

Ricarda Mieth, SKRIPT

Realisierungsempfehlung
Die Verschmelzung der Begriffe „Freiheit“ und „Freizeit“ zu einem rotierenden Symbol bietet eine tiefgründige, politische Reflexion mit hoher formaler Präzision. Die Jury lobte insbesondere die offene, nicht belehrende Herangehensweise und die klare Verortung im architektonischen Kontext. Gleichzeitig ermöglicht das Werk eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen von hoher Aktualität.

Andrea Böning, skyline

Bönings Entwurf schafft durch das Spiel mit Maßstab und Nutzung eine „Stadt im Kleinen“. Der Perspektivwechsel, den die Nutzer erleben können, fördert ein neues Bewusstsein für das Stadtbild.

Rolf Giegold, Standortbestimmung

Die Arbeit greift formal bestehende Fassadenbeschriftungen auf und transformiert sie inhaltlich. Die Verbindung aus bekannter Ästhetik und neuer, prägnanter Aussage wurde als gelungener Ansatz gewürdigt.

Monika Goetz, Typ Krone

Goetz’ Krone überzeugt durch ihren konzeptionellen Spannungsbogen: Ein sozialistisch geprägtes Gebäude wird mit einem traditionellen Herrschaftssymbol gekrönt. Dieser Bruch wurde von der Jury als besonders anregend empfunden.

Sebastian Gräfe, Tanz das Freizeitforum

Gräfes Projekt regt zu direkter, spielerischer Interaktion an. Die Integration tänzerischer Bewegungsformen in den öffentlichen Raum wurde als innovativer räumlicher Ansatz bewertet. Die gezielte Verteilung der fünf Tanzstationen überzeugte durch ihren Bezug zum Ort.

Ulrich Vogl, Tänzer von Marzahn

Die Idee einer frei balancierenden Tänzerfigur als poetisches, bewegliches Dachkunstwerk wurde als charmant und atmosphärisch empfunden. Die Verbindung von Technik und Bewegung entfaltet eine unmittelbare ästhetische Wirkung.