Familienzentrum Nauener Platz

Eckdaten

Jahr
2018
Auslober
Mitte

Wettbewerbsart

Nicht offener einphasiger anonymer Kunstwettbewerb

Teilnehmende

Susanne Bosch, kommen und gehen /verweilen (Realisierungsempfehlung)
Sol Calero, Casa Nauener
Klaas Hübner, Wirbel Garten
Jasmina Llobet / Luis Pons, Platonic Playground
Alice Musiol, Weight

Preisgelder

Realisierungssumme:
47.000 €

Verfahrenskosten:
16.200 €

Aufwandsentschädigung:
1.500 €

Zum Wettbewerb

Der Komplex Nauener Platz, die größte Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung im Bezirk Mitte, wurde Ende 2017 umfassend saniert und modernisiert, um den pädagogischen und soziokulturellen Ansprüchen gerecht zu werden. Im Rahmen der Baumaßnahme wurde ein Kunstwettbewerb für eine speziell auf den Gebäudekomplex zugeschnittene Kunst am Bau ausgelobt, die den Ort und seine Nutzung künstlerisch reflektiert und die Nutzer*innen einbezieht. 

Teilnehmende

Susanne Bosch, kommen und gehen /verweilen

Realisierungsempfehlung
Susanne Boschs Projekt wurde von der Jury als besonders überzeugend bewertet. Ihre partizipativen Workshops zur Kartierung globaler und lokaler Bewegungen schaffen eine inhaltlich tiefgehende Auseinandersetzung. Die flexible, aktualisierbare Gestaltung des Nachbarschaftscafés mit Tafeloberflächen wurde als innovativ und gesellschaftlich relevant hervorgehoben.

Sol Calero, Casa Nauener

Sol Caleros Entwurf beeindruckt durch eine farbenfrohe Wandmalerei mit tropischen Früchten und Pflanzen, die den offenen Eingangsbereich visuell aufwertet. Positiv hervorgehoben wurde der konzeptuelle Bezug zur Tradition öffentlicher Wandmalerei sowie die ästhetische Anlehnung an die 1950er Jahre. Dadurch wird ein stimmiger Zusammenhang zwischen Kunst und Bauzeit des Gebäudes geschaffen.

Klaas Hübner, Wirbel Garten

Klaas Hübners kybernetische Klanginstallation wurde besonders von den jungen Jury-Mitgliedern positiv aufgenommen. Die Verschmelzung von Klang, Skulptur und Gartenlandschaft überzeugte durch ihren spielerischen und sensorischen Ansatz. Die akustische Erweiterung des Gartens bereichert die Nutzung und schafft ein multisensorielles Erlebnis.

Jasmina Llobet / Luis Pons, Platonic Playground

Der Vorschlag von Llobet und Pons, Spielgeräte in geometrischen Formen wie Dodekaeder oder Kletterwürfel zu installieren, wurde als formal interessant diskutiert. Die Idee, klassische Spielplatzformen weiterzudenken und mit ungewöhnlichen Körpern zu arbeiten, eröffnete Potenzial für alternative Spielkonzepte.

Alice Musiol, Weight

Alice Musiol überzeugte die Jury mit einer formal reduzierten und dennoch anspruchsvollen Gestaltungsidee für die Flurwände. Ihre Arbeit setzt auf partizipative Einbindung durch einen Workshop mit Fingerabdrücken. Die Jury lobte besonders die mutige, stringente Formensprache sowie die kreative Einbindung der Nutzer*innen, die auf spielerische Weise eine individuelle Spur im Raum hinterlassen.