Umbau des Labor- und Bürogebäudes Iris

Eckdaten

Jahr
2018
Auslober
Land Berlin

Wettbewerbsart

Nicht offener einphasiger anonymer Kunstwettbewerb mit vorgeschaltetem offenem Bewerbungsverfahren

Teilnehmende

Borgman Lenk, Zugänge (Realisierungsempfehlung, 1. Preis)
Dellbrügge & de Moll, Kleine Betonschale
Gunda Förster, Bubble Cluster (2. Preis)
Thomas Henninger, Transmission (Anerkennung)
Veronika Kellndorfer und Axel Ludolf, ohne Titel
Via Levandowsky, Quäntchen Ich
Nils-R. Schultze, Disorder the White
Barbara Trautmann, Focus (2. Preis)
Albert Weis, iris
Paul Wiersbinski, o.T.

Fachpreisrichter*innen

Veronike Hinsberg (Vorsitz)
Oliver Störmer
Thomas Rentmeister
Söke Dinkla

Sachpreisrichter*innen

Sylvia Baumgärtner (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen)
Jürgen H. Rabe (IRIS HUB)
Benjamin Rämmler (Architekt)

Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter

Tyyne Claudia Pollmann

Wettbewerbskoordination

Dorothea Strube
Marc A. Wandtke
Henry Obtmeier

Preisgelder

Realisierungssumme:
150.000 €

Verfahrenskosten:
98.000 €

Aufwandsentschädigung:
1.500 €

Zum Wettbewerb

Das IRIS Adlershof der Humboldt-Universität Berlin erweitert seit 2016 seine Forschungseinrichtungen mit einem hochmodernen Labor- und Bürogebäude, das Anfang 2019 bezogen werden soll. Im Rahmen eines Kunstwettbewerbs sollen eigenständige künstlerische Entwürfe entstehen, die die Architektur, den Campusraum und die Nutzung des Instituts als lebendigen Forschungsort reflektieren. Die Kunst soll dabei die Identität des Instituts stärken und seine Spitzenforschung auf kreative Weise sichtbar machen.

Teilnehmende

Borgman Lenk, Zugänge

Realisierungsempfehlung, 1. Preis
Borgman | Lenks „Zugänge“ schließlich überzeugt mit einem humorvollen, intelligenten Umgang mit Raum und Funktion. Die goldenen Elemente spielen mit der Idee von realen und imaginären Durchgängen und symbolisieren so das kreative Denken der Wissenschaft.

Dellbrügge & de Moll, Kleine Betonschale

Dellbrügge & de Molls „Kleine Betonschale“ überzeugt durch ihre reflektierte Materialwahl. Die Verbindung von Recyclingbeton mit einer spiegelnden Oberfläche verweist auf Themen wie Ressourcenschonung und optische Forschung. Der historische Bezug wird mit einem zeitgenössischen Nachhaltigkeitsansatz verbunden.

Gunda Förster, Bubble Cluster

2. Preis
Gunda Försters „Bubble Cluster“ verknüpft Leichtigkeit mit wissenschaftlicher Präzision. Die irisierenden Glaskugeln verweisen sowohl auf die Schönheit von Vergänglichkeit als auch auf ideale geometrische Strukturen. Ihre Materialität und Ästhetik erzeugen eine starke Verbindung zum Ort und dessen Forschungsinhalten.

Thomas Henninger, Transmission

Anerkennung
Thomas Henningers „Transmission“ ist interaktiv und betont die spielerische Dimension von Forschung. Durch die Einbindung der Institutsmitarbeiter*innen wird Wissenschaft als aktiver, kommunikativer Prozess sichtbar. Die Papierfliegermaschine steht symbolisch für spontane Ideenflüge.

Veronika Kellndorfer und Axel Ludolf, ohne Titel

Der Entwurf „Ohne Titel“ von Kellndorfer und Ludolf überzeugt durch seine konzeptionelle Verknüpfung architektonischer Elemente mit der Idee interdisziplinärer Forschung. Die Licht-Wandbild-Installation reflektiert nicht nur die räumlichen Gegebenheiten des Foyers, sondern überführt diese in einen internationalen Kontext. Die symbolische Verschränkung von Rampenstrukturen steht stellvertretend für Verbindungen zwischen Disziplinen und Kulturen.

Via Levandowsky, Quäntchen Ich

Via Lewandowskys „Quäntchen Ich“ brilliert durch Witz und Tiefe. Die übergroßen Spielfiguren regen zur Auseinandersetzung mit Maßstäben und Erkenntnisprozessen an. Die Kombination aus Skulptur und Texttafel macht Wissenschaft spielerisch begreifbar.

Nils-R. Schultze, Disorder the White

Nils R. Schultzes „Disorder the White“ stellt eine komplexe, modulare Form dar, die durch Transparenz und Leichtigkeit beeindruckt. Die Porzellanstruktur verbindet Materialästhetik mit dem Prinzip wissenschaftlicher Komplexität: Viele Einzelteile fügen sich zu einem großen Ganzen.

Barbara Trautmann, Focus

2. Preis
Barbara Trautmanns „Focus“ schafft ein durch Licht erzeugtes, räumlich-visuelles Erlebnis, das sich je nach Standpunkt verändert. Die ringförmige Lichtinstallation vereint Ästhetik, Dynamik und Reflexion über Perspektive und Struktur.

Albert Weis, iris

Albert Weis' „iris“ besticht durch seine poetische und zugleich physikalisch gedachte Darstellung eines Wirbelsturms. Die Leuchtstoffröhren erschaffen ein dynamisches, sich transformierendes Objekt, das einerseits an molekulare Strukturen erinnert, andererseits die Grenzen wissenschaftlicher Kontrollierbarkeit thematisiert.

Paul Wiersbinski, o.T.

Mit Paul Wiersbinskis Skulptur werden utopische Technologien und Science-Fiction imaginiert. Seine filigrane Edelstahlstruktur kombiniert technische Anmutung mit erzählerischer Tiefe. Sie wirkt wie ein Relikt aus einer möglichen Zukunft und eröffnet Assoziationen an visionäre Forschungsfelder.