Oberstufenzentrum Lise-Meitner-Schule

Eckdaten

Jahr
2018
Auslober
Land Berlin

Wettbewerbsart

Offener zweiphasiger anonymer Kunstwettbewerb

Teilnehmende

Fritz Balthaus, Bricolage (Realisierungsempfehlung, 1. Preis)
Pedro Boese
Birgit Cauer
Thilo Droste, Wissensberg (3. Preis)
Thomas Henninger, Translation (Anerkennung)
Erika Klagge, Pulsierender Kern (2. Preis)
Paul McDevitt
Andrea Pichl
Peter Sandhaus
Felix Stumpf
Johannes Vogl
Ulrich Vogl, Ameisaja (Anerkennung)

Fachpreisrichter*innen

Antje Schiffers (Vorsitz)
Silke Riechert
Sophie Jung
Tommy Stöckel
Sven Kalden (erste Phase)
Ute Brönner (zweite Phase, ständig anwesende Stellvertreterin erste Phase)

Sachpreisrichter*innen

Andrea Schich (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen)
Andreas Hans (Schulleitung)
Grant Kelly (Architekt)
Stefan Platzek (Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie)

Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter

Ralf DeMoll

Wettbewerbskoordination

Stefka Ammon
Cornelia Dittrich
Stefan Mathey

Preisgelder

Realisierungssumme:
260.000 €

Verfahrenskosten:
120.600 €

Aufwandsentschädigung:
2.000 €

Zum Wettbewerb

Die Lise-Meitner-Schule, 1979 als naturwissenschaftliches Oberstufenzentrum gegründet, erhält einen Neubau auf dem Nachbargrundstück, da das alte Gebäude sanierungsbedürftig ist und die Schülerzahlen steigen. Der Neubau entsteht nach einem Wettbewerb des Architekturbüros Numrich Albrecht Klumpp und soll bis Ende 2018 fertiggestellt werden. Begleitend wird ein Kunst-am-Bau-Wettbewerb ausgelobt, um eine ortsspezifische künstlerische Arbeit zu schaffen, die sich sowohl in die Architektur einfügt als auch eigenständig wirkt.

Teilnehmende

Fritz Balthaus, Bricolage

Realisierungsempfehlung, 1. Preis
Die Idee, aus dem vorhandenen Mobiliar der Schule skulpturale Objekte zu schaffen, wurde als kreativ, partizipativ und schülernah gewürdigt. Die humorvolle wie auch intelligente Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen Themen in molekülähnlicher Formgebung verbindet Alltagsgegenstände mit Bildungsinhalten auf spielerische Weise. Die dezent humorvolle Intervention wird räumlich verteilt, was dem gesamten Schulgebäude eine neue gestalterische Dynamik verleiht.

Pedro Boese

Birgit Cauer

Thilo Droste, Wissensberg

3. Preis
Eine reale Explosion, abgegossen in eine Plastik, wird zur Skulptur vor dem Schulbau. Trotz der Kontroversen über das Verhältnis von Spektakel und inhaltlicher Tiefe wurde der Entwurf als mutig und in seiner physischen Präsenz stark wahrgenommen. Seine expressive Form regte Diskussionen über Formen des Wissens, Zerstörung und Transformation an – zentrale Themen im Bildungsumfeld.

Thomas Henninger, Translation

Anerkennung
Henningers Installation Translation, abgeleitet von einem Algorithmus, wurde für ihre klare visuelle Sprache und fragile Objekthaftigkeit gelobt. Die Arbeit setzt sich mit Kontrolle, Struktur und der zunehmenden Digitalisierung des Alltags auseinander. Gerade durch ihre ruhige, abstrahierte Erscheinung wurde sie als sensibel und ästhetisch anspruchsvoll bewertet.

Erika Klagge, Pulsierender Kern

2. Preis
Die Arbeit greift auf leise Weise in den öffentlichen Raum ein und wurde als „dezent verstörend“ mit positiver Konnotation gewürdigt. Gerade das Nicht-Offensichtliche, das Unsichtbare und das geheimnisvolle Aufglimmen als geräuschreaktiver Lichtkern verleihen dem Werk Tiefe und Raum für Interpretation.

Paul McDevitt

Andrea Pichl

Peter Sandhaus

Felix Stumpf

Johannes Vogl

Ulrich Vogl, Ameisaja

Anerkennung
Ulrich Vogels Videoprojektion eines Ameisenhügels eröffnete mit ihrer metaphorischen Vielschichtigkeit neue Perspektiven. Die Idee, ökologische und gesellschaftliche Prozesse im Kleinen sichtbar zu machen, wurde als inhaltlich tiefgründig und originell wahrgenommen – ein intellektuell stimulierender Beitrag zum Wettbewerb.