Gedenkort für die Opfer des Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz

Eckdaten

Jahr
2017
Auslober
Land Berlin

Wettbewerbsart

andere Verfahrensform

Teilnehmende

mm+ merz merz gmbh & co. kg, Goldener Riss (1. Rang, Realisierungsempfehlung)
Braun Engels Gestaltung, Schriftträger-Blatt
Helga Lieser
Wandel Lorch Architekten, Wald aus Lichtern
Roland Poppensieker
Hans-Dieter Schaal
Ursula Wilms

Fachpreisrichter*innen

Leonie Baumann (Rektorin Kunsthochschule Berlin Weißensee)
Anna Berkenbusch (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle)
Stefanie Endlich (Kunstpublizistin)
Andreas Nachama (Direktor Stiftung Topographie des Terrors)
Ruth Schroers (Architektin, büroberlin)
Dagmar von Wilcken (Gestalterin, Vorsitz)

Sachpreisrichter*innen

Sawsan Chebli (Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales)
Kurt Beck (Beauftragter der Bundesregierung für die Opfer und Hinterbliebenen des Terroranschlags auf dem Breitscheidplatz)
Martin Germer (Evangelische Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirchengemeinde)
Regula Lüscher (Senatsbaudirektorin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen)
Reinhard Naumann (Bezirksbürgermeister Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin)

Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter

Ulrich Schwarz (Universität der Künste Berlin)

Wettbewerbskoordination

Dorothea Strube

Preisgelder

Realisierungssumme:
100.000 €

Verfahrenskosten:
50.000 €

Aufwandsentschädigung:
1.000 €

Zum Wettbewerb

Am 19. Dezember 2016 raste ein Attentäter mit einem gestohlenen LKW in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin, tötete zwölf Menschen und verletzte etwa siebzig weitere schwer. Bereits ein Jahr später, am 19. Dezember 2017, wurde ein Gedenkzeichen an diesem Ort eingeweiht. Der Wettbewerb zur Gestaltung dieses Gedenkortes wurde vom Land Berlin ausgelobt und in einem beschleunigten Verfahren mit nur drei Monaten Umsetzungszeit durchgeführt. Aufgrund des politischen und zeitlichen Drucks wurde ein Gestaltungswettbewerb statt eines künstlerischen Wettbewerbs organisiert, um ein dezentes, sachliches und dennoch würdiges Gedenken zu ermöglichen.

Teilnehmende

mm+ merz merz gmbh & co. kg, Goldener Riss

1. Rang, Realisierungsempfehlung
Der Entwurf zeigt einen goldfarbenen Riss in der Treppenanlage, inspiriert vom japanischen Kintsugi-Verfahren, der sinnbildlich die Wunde des Anschlags sichtbar macht. Die Namen der Todesopfer und ihre Herkunftsländer sind in die Setzstufen eingearbeitet; Angehörige beteiligten sich symbolisch an der Einweihung durch das Einfüllen von Gold in den letzten Rissabschnitt

Braun Engels Gestaltung, Schriftträger-Blatt

Dieser Entwurf sah eine geschwungene Edelstahlskulptur vor, die sich wie ein vom Wind bewegtes Blatt über die Stufen legt und als Träger für die Namen der Opfer fungiert – ein leichtes, poetisches Gegengewicht zum schweren Geschehen.

Helga Lieser

Wandel Lorch Architekten, Wald aus Lichtern

Wandel Lorch wollten das spontane Gedenken durch Windlichter in eine dauerhafte Form überführen. Ihr Konzept sah eingegossene Glaszylinder unterschiedlicher Größe in die Trittstufen der Treppe vor, die an ein Lichtermeer erinnern und den Ort still, atmosphärisch bespielen.

Roland Poppensieker

Hans-Dieter Schaal

Ursula Wilms