Neubau Clay Schule
Eckdaten
Wettbewerbsart
Offener zweiphasiger anonymer Kunstwettbewerb
Teilnehmende
Stefka Ammon & Katharina Lottner, Wir sind Clay
Andrea Böning, Die Welle – Arsis und Thesis
Anselmo Fox, Trottole
Ina Geissler, Freischwingen
Veronike Hinsberg, Kontur Figur
Uwe Jonas, Fern des Himmels
Jozef Legrand, My Life Storyboard
Mimosa Pale, Platine Clay
Peter Sandhaus, Klangwolke
Gloria Zein, Detour
Fachpreisrichter*innen
Monika Goetz
Erik Göngrich
Renata Stih (Vorsitz)
Anita Stöhr-Weber
Sachpreisrichter*innen
Herr Eckstein (Staab-Architekten)
Herr Gruschke-Schäfer (Schulleitung)
Herr Rämer (Bezirksstadtrat)
Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter
Wettbewerbskoordination
Sven Kalden
Preisgelder
Realisierungssumme:
200.000 €
Verfahrenskosten:
50.000 €
Aufwandsentschädigung:
2.000 €
Zum Wettbewerb
Lehrende und Schüler*innen der Clay-Schule müssen einen langen Atem haben, denn seit 1989 warten sie auf einen Neubau ihrer damals wegen Asbestverseuchung geschlossenen Schule. Der geplante Neubau soll 2021 fertig gestellt sein. Diese lange Zeit verdeutlicht die Notwendigkeit der geplanten „Bauoffensive Berlin“. Die Schulsituation in den Bezirken macht sie nötig. Der sehr kunstaffine Bezirk lobt den Wettbewerb sehr früh aus, sogar vor der Bestätigung der Bauplanungsunterlagen und wählt als Verfahren einen Berlinweit zweistufigen anonymen offenen Wettbewerb mit einer Gesamtsumme von 200.000 Euro. In der ersten Phase wurden 34 Arbeiten eingereicht, wovon 11 in die 2. Phase mitgenommen wurden. Aufgrund des frühen Einstiegs in den Wettbewerb wurden Künstler*innen und Architekt*innen noch mit von der Senatsverwaltung geforderten architektonischen Änderung in Bezug auf die Treppenhäuser konfrontiert. Diese Frage wurde allerdings elegant zugunsten der Künstler*innen gelöst. Zur zweiten Phase fand ein Einführungskolloquium an der Schule statt.
Teilnehmende
Stephan Kurr & Silke Riechert, Bezeichnung
Ein partizipatorisches Kunstprojekt mit Workshops, Ausstellungen und digitaler Plattform, das die Schüler*innen aktiv einbindet und damit den Neubauprozess als offenen künstlerischen Dialog gestaltet.
Stefka Ammon & Katharina Lottner, Wir sind Clay
Ein ausdrucksstarker Entwurf mit außen sichtbaren Anagrammen, der Identität, Wandel und Geschlechtergerechtigkeit thematisiert.
Andrea Böning, Die Welle – Arsis und Thesis
Eine skulpturale Fassadenverformung, die den Musikgedanken aufgreift und visuell stark wirkt.
Anselmo Fox, Trottole
Ein kinetisch-akustischer Entwurf für alle Treppenhäuser.
Ina Geissler, Freischwingen
Typografische Deckenarbeit mit historischen Zitaten.
Veronike Hinsberg, Kontur Figur
Drei skulpturale Außenobjekte mit symbolischem Charakter regen zum Nachdenken an.
Uwe Jonas, Fern des Himmels
Eine fotografische Deckenarbeit zur Erinnerung an Zwangsarbeit.
Jozef Legrand, My Life Storyboard
Ein Wandgestaltungskonzept mit Schüler*innenbeteiligung, das Identität schaffen soll.
Mimosa Pale, Platine Clay
Eine interaktive, akustische Außeninstallation, die kommunikativ angelegt ist.
Peter Sandhaus, Klangwolke
Gloria Zein, Detour
Architektonische Interventionen im Innenraum thematisieren Illusionen und Irritationen, zeigen Potenzial im Umgang mit Raum.