Grundschule Am Bürgerpark

Eckdaten

Jahr
2017
Auslober
Marzahn-Hellersdorf

Wettbewerbsart

Nicht offener einphasiger anonymer Kunstwettbewerb

Teilnehmende

Christine Rusche, GRUOEN (1. Rang, Realisierungsempfehlung)
Anne Amelang, Sonnentaler (2. Rang, Nachrücker*in)
Thomas Prochnow, Entwurf ohne Titel

Fachpreisrichter*innen

Mareike Drobny
Josefine Günschel (Vorsitz)
Ellena Olsen

Sachpreisrichter*innen

Anne Arand (Ingenieurbüro Weber)
Ute Ebel (Grundschule am Bürgerpark)

Wettbewerbskoordination

Karin Scheel (BA Marzahn-Hellersdorf, FB Kultur, Galerie M)

Preisgelder

Realisierungssumme:
9.000 €

Verfahrenskosten:
1.000 €

Aufwandsentschädigung:
250 €

Zum Wettbewerb

An der Jan-Petersen-Straße in Marzahn befanden sich zwei Typenbauten aus DDR-Zeiten, die zunächst von Polytechnischen Oberschulen und später von der Grundschule am Bürgerpark genutzt wurden. 1982 gestaltete der Künstler Robert Rehfeldt die Nordgiebel mit farbkräftigen Wandbildern, die jedoch im Zuge von Abriss und Sanierung verloren gingen. Nach dem Rückgang der Bevölkerungszahlen in den 2000er-Jahren und dem Abriss eines Schulgebäudes veränderte sich die Lage durch neue soziale Entwicklungen, sodass 2016 ein modularer Ergänzungsbau (MEB) errichtet und der verbliebene Altbau saniert wurde. Die künstlerisch bedeutenden Giebelbilder wurden durch eine neue Wärmedämmung endgültig überdeckt. Da die MEBs keine Kunst-am-Bau-Richtlinien berücksichtigen, wurde zur teilweisen Kompensation ein kleines Kunstbudget bereitgestellt. Daraus resultierte ein nicht offener Wettbewerb zur Neugestaltung des Südgiebels, der unter drei eingeladenen Künstler*innen durchgeführt wurde. Ziel war es, eine neue künstlerische Identität zu schaffen, die auf den architektonischen und schulischen Kontext reagiert.

Teilnehmende

Christine Rusche, GRUOEN

1. Rang, Realisierungsempfehlung
Eine kraftvolle Strahlenkomposition in Grün auf dem Treppenhausturm, gespiegelt in heller Form auf dem Hauptgiebel, überzeugte durch ihre Zeichenhaftigkeit und wurde einstimmig zur Ausführung empfohlen.

Anne Amelang, Sonnentaler

2. Rang, Nachrücker*in
Ein poetischer Entwurf, der das Sonnenlicht abstrahiert und mit Leichtigkeit die Wandflächen belebt, wurde für seine träumerische Wirkung gelobt.

Thomas Prochnow, Entwurf ohne Titel

Eine vielteilige, dynamische Gestaltung mit Anklängen an die russische Revolutionskunst.