Neubau Jugend- und Stadtteilzentrum Auguste-Viktoria-Allee

Preisträgerin

Anne Boissel_Ohne Titel © Anne Boissel
Anne Boissel_Ohne Titel © Anne Boissel

Eckdaten

Jahr
2025
Auslober
Reinickendorf

Wettbewerbsart

Nicht offener einphasiger anonymer Kunstwettbewerb

Teilnehmende

Pfelder, Zentrum
Robert Barta, Wegweiser
Maria Anwander, Young Stars and Distand Galaxies (2. Rang)
Tracey Snelling, Wilkommen! Alle! Gemeinschaft!
Anne Boissel, Ohne Titel (Realisierungsempfehlung, 1. Rang)

Fachpreisrichter*innen

Susanne Kutter (Künstlerin)
Barbara Müller (Künstlerin)
Niklas Roy (Künstler)
Knut Eckstein (Künstler)

Sachpreisrichter*innen

Boris Grischkat (BA Reinickendorf, SE Facility Management)
Jan Hübener (Architeckt)
Manuela Spindler (BA Jugendamt)

Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter

Anja Sonnenburg

Stellvertretende Sachpreisrichter*innen

Anke Berton (BA Reinickendorf, SE FM, Sachgebietsleitung Planung und Projektsteuerung)
Jörg Bresser (Landschaftsarchitekt, Berlin)

Preisgelder

Realisierungssumme:
39.550 €

Verfahrenskosten:
11.900 €

Aufwandsentschädigung:
1.400 €

Zum Wettbewerb

Auf dem Grundstück der bestehenden, baulich unzureichenden Jugendfreizeiteinrichtung „Laiv“ soll ein neues Jugend- und Stadtteilzentrum entstehen, das dem wachsenden Bedarf im Auguste-Viktoria-Kiez gerecht wird und künftig als zentrale Begegnungsstätte für mehrere Nachbarschaften dient. Der Neubau umfasst zwei getrennte Gebäudeteile für Jugend- und Stadtteilarbeit sowie einen gemeinsam nutzbaren Bereich und wird damit den Anforderungen eines vielfältigen und integrationsorientierten Stadtraums gerecht. Parallel dazu führte das Bezirksamt Reinickendorf 2025 einen Kunst-am-Bau-Wettbewerb durch.

Teilnehmende

Pfelder_ZENTRUM

Pfelder, Zentrum

Der Entwurf verteilt die sieben Buchstaben des Wortes „Zentrum“ als liegende Betonskulpturen kreisförmig um das neue Stadtteil- und Jugendzentrum und richtet sie auf einen gemeinsamen Mittelpunkt aus. Dadurch wird die Idee eines gemeinsamen Zentrums künstlerisch hervorgehoben, indem beide Nutzergruppen symbolisch durch die dezentralen Buchstaben vereint werden. Das gesamte Wort erschließt sich erst beim Umlaufen des Gebäudes, wodurch Bewegung, Begegnung und der Gedanke des „Zentrums“ räumlich erlebbar werden.

Robert Barta:_Wegweiser

Robert Barta, Wegweiser

Der Entwurf „Wegweiser“ besteht aus einem zentralen Mast mit vier frei drehbaren Skateboard-Schildern, die sich im Wind bewegen und die Begriffe Love, Freedom, Respect und Peace tragen. Die farbigen Elemente und die Symbolik des Skateboardens vermitteln Lebendigkeit, Freiheit und wichtige Werte des Erwachsenwerdens. So entsteht eine spielerische, bewegliche Skulptur, die Orientierung und positive Impulse zugleich setzt.

Maria Anwander_Young Stars and Distand Galaxies

Maria Anwander, Young Stars and Distand Galaxies

2. Rang

Der Entwurf „Young Stars and Distant Galaxies“ gestaltet die beiden Treppenhäuser unterschiedlich: Im Jugendzentrum zeigt ein monochromes Herbig-Haro-Objekt den Prozess junger Sterne, während im Stadtteilzentrum grafische Netzstrukturen astrophysikalische Ideen und vielseitige Nutzungen widerspiegeln. Die Bilder verbinden kosmische Metaphern mit der Entwicklung junger Menschen und laden dazu ein, über den eigenen Horizont hinauszublicken. Eine gemeinsame Farbgebung verknüpft beide Bereiche und schafft eine atmosphärische, inspirierende Raumwirkung.

Tracey Snelling_Wilkommen! Alle! Gemeinschaft!

Tracey Snelling, Wilkommen! Alle! Gemeinschaft!

Der Entwurf „Willkommen! Alle! Gemeinschaft!“ besteht aus drei Neon-Lichtboxen mit Infinity-Mirror-Effekt, die jeweils einen zentralen Begriff in fünf Sprachen zeigen und so die sprachliche und kulturelle Vielfalt des Stadtteils widerspiegeln. Die Arbeit sendet eine klare Botschaft der Offenheit und Zugehörigkeit und lädt Besucher:innen ein, eigene oder neue Sprachen zu entdecken. Durch ihre urbane Neonästhetik spricht sie besonders junge Menschen an und unterstreicht den gemeinschaftsstiftenden Charakter des Gebäudes.

Anne Boissel_Ohne Titel

Anne Boissel, Ohne Titel

Realisierungsempfehlung, 1. Rang

Der Entwurf gestaltet die Treppenhausfenster beider Einrichtungen mit farbigen, sich in einem Punkt treffenden Streifen sowie komplementär gesteuertem LED-Licht, das die angrenzenden Wände in wechselnden RGB-Farben anstrahlt. Durch die Überlagerung der Farbräume CMY und RGB entstehen dynamische Farbveränderungen, bei denen sich Intensität und Wirkung des Motivs stetig wandeln. So entsteht ein lebendiges, farblich reagierendes Gesamtbild, das sowohl von innen als auch von außen wahrnehmbar ist.